Bücher mit/über AutistInnen

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Haddon, Mark. The Curious Incident of the Dog in the Night-Time.
(auf deutsch: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone)
Christopher ist fünfzehn, hat Asperger-Autismus und macht sich auf den Weg nach London, um seine Mutter zu finden.
Die Geschichte wird aus Sicht des autistischen Christopher erzählt. Mich hat sie allerdings nicht überzeugt. Besprechung bei GoodReads
Robison, John Elder. Look Me in the Eye: My Life with Asperger's.
Unterhaltsamer und sehr gut lesbarer Lebensbericht eines Asperger-Autisten (Bruder von Augusten Burroughs, dem Autor von Running with Scissors), der unter anderem als Techniker für die Rock-Band Kiss gearbeitet hat. Besprechung bei GoodReads
Schreiter, Daniela. Schattenspringer.
Autobiographische Graphic Novel.
Daniela Schreiter ist selbst im Autismus-Spektrum. In Schattenspringer beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend in der neurotypischen Welt, in Schattenspringer II geht es um Autistinnen in der Pubertät.
Beide Bücher sind absolut und unbedingt zu empfehlen, weil sie anschaulich beschreiben, wie AutistInnen die Welt wahrnehmen und warum es immer wieder zu Problemen mit neurotypischen bzw. Standard-Menschen kommt. Eigentlich müsste man diese Bücher unter „Erfahrungsberichte & Autobiographisches“ einsortieren. Da sie aber vor allem Spaß machen, sind sie eine gute Lektüre nach einem anstrengenden Tag mit AutistInnen oder Neurotypischen.
Simpson, Catherine. Truestory.
Alice lebt mit ihrem autistischen Sohn und ihrem Mann unzufrieden auf einem herruntergewirtschafteten Bauernhof. Eines Tages kommt ein Wanderarbeiter auf den Hof und alles wird anders.
Der autistische Sohn bzw. der Autismus des Sohnes spielt keine so große Rolle, er könnte auch etwas anderes haben; es ist eigentlich eine Liebesgeschichte mit einem nicht sehr überzeugenden Ende. Aber bis dahin ist es ganz nett. Besprechung bei GoodReads
Stuart, Keith. A Boy Made of Blocks.
(auf deutsch: Tage mit Sam).
Fiktion, die auf eigenen Erlebnissen beruht; der Autor hat einen autistischen Sohn, mit dem er Minecraft spielt.
Ein Vater kann über Minecraft Kontakt zu seinem autistischen Sohn aufbauen. Und am Ende findet die ganze Familie wieder zusammen.
Mir hat das Buch gut gefallen und es ist auf jeden Fall lesenswert, auch wenn das Ende etwas überladen ist mit „Alles wird gut“. Besprechung bei GoodReads